Warum ich vom Journalismus in die Kommunikation gewechselt habe und was ich dabei gelernt habe

Nach Jahren als Wirtschaftsjournalistin habe ich einen Schritt gewagt, der bis heute eine der bereicherndsten Erfahrungen meiner beruflichen Laufbahn war: den Wechsel in die Unternehmenskommunikation eines globalen Sportunternehmens. Der Antrieb dahinter war denkbar simpel. Einfach Neugier. Ich wollte die andere Seite verstehen und aus der Nähe erleben, was ein breites Kommunikationsfeld wirklich bedeutet.

Was ich vorfand, übertraf meine Erwartungen bei weitem.

In einem kleinen Kommunikationsteam trägt man viele Hüte gleichzeitig. Medienarbeit, interne Kommunikation, strategische Botschaften, reaktives Krisenmanagement - jeder Tag brachte neue Themen, neue Herausforderungen und neue Perspektiven. Genau diese Vielfalt macht die Rolle so lebendig und erfüllend.

Die größte Erkenntnis kam allerdings aus meiner journalistischen Vergangenheit.

Wer jahrelang auf der Empfängerseite von Pressemitteilungen, Pitches und Statements saß, weiß genau, was Journalistinnen und Journalisten für ihre Arbeit wirklich brauchen: Klarheit, Relevanz und Glaubwürdigkeit. Ich habe gelernt, Fragen vorauszudenken, das richtige Maß an Transparenz zu finden und Vertrauen aufzubauen. Nicht als Versprechen, sondern als Praxis.

Und es hat mir etwas weniger Offensichtliches beigebracht: wie man journalistische Berichterstattung mitgestalten kann. Nicht durch das Blocken von Geschichten (das ist ohnehin unmöglich, wenn ein Journalist einmal eine Spur verfolgt), sondern durch konstruktives Engagement und durch das Sicherstellen, dass alle relevanten Informationen auf dem Tisch liegen. Das schafft eine ausgewogenere Berichterstattung und am Ende eine Situation, von der beide Seiten profitieren.

Diese Perspektive ist bis heute unbezahlbar. Und sie erinnert mich daran: Manchmal bedeutet ein Rollenwechsel nicht, die eigene Erfahrung hinter sich zu lassen. Es bedeutet, sie endlich auf eine neue und wirkungsvolle Art einzusetzen.

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Nicht der Erfolg ist die Story, sondern der Weg dorthin

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Was wir von Hunden über wirksame Kommunikation lernen können